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	<title>routeRANK blog &#187; routeRANK</title>
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		<title>Ulla Schmidts CO2-Bilanz</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 10:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>routeRANK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt liess ihren Dienstwagen von Berlin ins spanische Alicante fahren. Das sei die wirtschaftlichste Lösung gewesen, heisst es aus dem Ministerium. Doch ist das auch ökologisch sinnvoll? Wir haben genauer hingeschaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 10px 15px 10px 0px;" title="808kg CO2 für Berlin-Alicante-Berlin im Dienstwagen (istockphoto.com)" src="http://www.routerank.com/de/blog/wp-content/uploads/2009/07/istock_000002930953xsmall.jpg" alt="808kg CO2 für Berlin-Alicante-Berlin im Dienstwagen (istockphoto.com)" width="230" height="169" align="left" /></p>
<p>Deutschlands Medien haben mitten im Sommerloch neues Futter gefunden: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat ihren Dienstwagen 2400 Kilometer von Berlin ins spanische Alicante chauffieren lassen, während sie selbst sich ins Flugzeug setzte. Begründet hat Schmidt dies damit, dass der Wagen Bürogeräte transportiert habe und sie selbst einen dienstlichen Termin wahrzunehmen hatte. (Dass der Wagen in Spanien für kurze Zeit sogar abhanden geraten war, trägt zur Kuriosität der «Dienstwagen-Affäre» bei, ist in der momentanen Diskussion aber fast etwas vergessen gegangen.)</p>
<p>Zu den monetären Kosten hat sich Schmidts Ministerium bereits geäussert: Die Lösung, einen Fahrer mit allen Bürogeräte nach Spanien fahren zu lassen habe 3200 Euro gekostet, inklusive Übernachtungen, Mautgebühren, Reisekosten und Kraftstoff. Die Alternative dazu wäre gewesen: Ein Mitarbeiter samt Bürgeräten setzt sich mit Schmidt ins Flugzeug, der Fahrer für den Diensttermin wird eingeflogen, ein Dienstwagen gemietet. Das alles hätte nach Aussage von Staatssekretär Klaus Theo Schröder 500 Euro mehr gekostet, also 3700 Euro. (Den Brief mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung gibts als <a href="http://www.stern.de/media/politik/Dienstwagen.pdf">PDF auf stern.de</a>)</p>
<p>So weit, so gut.</p>
<p>Das ist aber einzig der wirtschaftliche Aspekt der Geschichte. Uns interessiert aber auch die Belastung für die Umwelt. Ist das Verhalten von Ulla Schmidt aus dieser Perspektive sinnvoll? Wir bemühen uns um Aufklärung.</p>
<p>So wie jetzt geschehen, hat Schmidt das Flugzeug genommen, und ihr Fahrer ist mit dem Dienstauto von Berlin nach Alicante gefahren (der arme Mann brauchte dafür laut routeRANK ganze 21 Stunden), wobei er auch gleich das Büromaterial («Computer, Drucker, Papier») transportiert und am Zielort aufgebaut hat.</p>
<p>Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen, passen wir in der <a href="http://routerank.com/de/search/berlin/alicante_spanien#">routeRANK-Abfrage der Strecke Berlin &#8211; Alicante</a> die Verbrauchsdaten von Schmidts Dienstwagen an. Rechts vom Suchfeld befinden sich die Optionen und darin der Link «Pkw-Fahrt anpassen». Im nun erscheinenden Pop-up kann einerseits zwischen Benzin und Diesel gewählt werden und anderseits der Fahrzeugtyp angepasst werden. routeRANK gibt hier drei Optionen vor:</p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td style="vertical-align: middle;"></td>
<td><img style="vertical-align: middle;" src="http://routerank.com/_images/options/car-hatchback.gif" alt="Kleines Auto" /></td>
<td>Kleines Auto:</td>
<td style="width: 20px;"></td>
<td>weniger als 7 Liter pro 100 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align: middle;"></td>
<td><img style="vertical-align: middle;" src="http://routerank.com/_images/options/car-saloon.gif" alt="mittelgrosses Auto" /></td>
<td>Mittelgrosses Auto:</td>
<td style="width: 20px;"></td>
<td>etwa 8 bis 10 Liter pro 100 km</td>
</tr>
<tr>
<td style="vertical-align: middle;"></td>
<td><img style="vertical-align: middle;" src="http://routerank.com/_images/options/car-4x4.gif" alt="Grosses Auto" /></td>
<td>Grosses Auto:</td>
<td style="width: 20px;"></td>
<td>mehr als 10 Liter pro 100 km</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zudem können Treibstoffverbrauch und -kosten auch manuell angepasst werden. Das machen wir, da uns Staatssekretär Klaus Theo Schröder mitgeteilt hat, dass Schmidts Mercedes-Diesel 7.7 Liter auf 100 km schluckt.</p>
<p>Nach der Anpassung sieht die Ökobilanz für Variante 1 so aus (die Transporte zum und vom Flughafen lassen wir ausser Acht, da wir Start und Ziel der Reise nicht ganz genau kennen):</p>
<ul>
<li>Flug Ulla Schmidt Berlin &#8211; Alicante &#8211; Berlin: 664 kg</li>
<li>Fahrt Dienstwagen Berlin &#8211; Alicante &#8211; Berlin: 808 kg</li>
</ul>
<p>Macht total 1472 kg CO2-Emissionen.</p>
<p>Bei Variante 2 sieht die Ökobilanz so aus:</p>
<ul>
<li>Flug Ulla Schmidt Berlin &#8211; Alicante &#8211; Berlin: 664 kg CO2</li>
<li>Flug Fahrer Berlin &#8211; Alicante &#8211; Berlin: 664 kg CO2</li>
<li>Flug des Mitarbeiters, der anreist, Bürausstattung aufbaut, abreist, am Ende des Urlaubs wieder anreist, Bürausstattung abbaut und wieder abreist: 1328 kg CO2</li>
</ul>
<p>Macht total 2656 kg CO2-Emissionen.</p>
<p>Auch wenn man andere Emissionen wie den Transport vom Flughafen zum Urlaubsort und die Transfers zum und vom Flughafen ausser Acht lässt, zeigt sich, dass die zweite Variante nicht nur teurer gewesen wäre, sondern die Umwelt auch stärker mit CO2 belastet hätte.</p>
<p>Wir bewegen uns hier jedoch nur innerhalb der Varianten, die Schmidts Ministerium kommuniziert. Ob für den Auf- und Abbau des Büromaterials (ich nehme an: Computer verkabeln, Drucker anschliessen und dergleichen) wirklich ein Mitarbeiter nötig gewesen wäre, der zweimal Berlin &#8211; Alicante und zurück fliegt, steht auf einem anderen Blatt Papier.</p>
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